Baby´s 1. Jahr - Was muss ich wissen?

Entwicklung im ersten Lebensjahr

Von der Geburt an haben Eltern das Gefühl, dass sich ihr Kind rasend schnell entwickelt. Jeden Tag kann etwas Neues beobachtet werden. Die Highlights sind das Krabbeln, Laufen, Stehen sowie die ersten Worte "Papa, Mama". Gerade im ersten Jahr, wenn aus dem Baby ein Kleinkind wird, ereignet sich unheimlich viel. Sie können Ihrem Kind dabei helfen, die Welt zu entdecken. Denn immer, wenn Sie es umarmen, anlächeln oder mit ihm spielen, vermitteln Sie Ihrem Nachwuchs Informationen und geben ihm durch Liebe den Mut, neue Fähigkeiten zu entwickeln. Eine gezielte und frühe Förderung ist demnach sehr wichtig. Anbei eine Entwicklungstabelle, die als Ratgeber für das erste Jahr und zur Orientierung dienen soll:

Ratgeber Babywalz

Grobmotorik

bis 3 Monate: Hebt den Kopf in Bauchlage und stützt sich hierbei auf die Unterarme
bis 6 Monate: Dreht sich vom Rücken auf dem Bauch und zurück. Kann den Kopf sicher halten und beugt die Arme, wenn es zum Sitzen hochgezogen wird.
bis 9 Monate: Krabbelt und robbt. Zudem sitzt es frei mit guter Kopfkontrolle und geradem Rücken.
bis 12 Monate: Kann mit Festhalten an Wänden und Möbeln sicher stehen.

Handmotorik

bis 3 Monate: Bringt die Hände über die Brust zusammen
bis 6 Monate: Nimmt die Dinge von einer Hand in die andere.
bis 9 Monate: Hält Dinge mit einer oder beiden Händen fest.
bis 12 Monate: Greift mit Zeigefinger und Daumen ("Pinzettengriff").

Sprechen

bis 3 Monate: Schreit mit unterschiedlichem Ausdruck bei Langeweile, Schmerzen oder Hunger
bis 6 Monate: "Plaudert" in verschiedenen Tönen mit anderen und sich allein.
bis 9 Monate: Bildet längere Silbenketten mit "a" (wawawa).
bis 12 Monate: Verdoppelt Silben mit "a" (ma-ma, da-da).


Verstehen / Wahrnehmen


Baby Ratgeber Babywalz

bis 3 Monate: Verfolgt sich bewegende Gegenstände mit den Augen.
bis 6 Monate: Untersucht und betastet Dinge mit dem Mund. Was in der Umgebung geschieht wird genauestens beobachtet.
bis 9 Monate: Untersucht Dinge intensiv mit Mund, Händen und Augen.
bis 12 Monate: Findet Spielzeug, das vor den Augen versteckt wurde, rasch wieder. Spielzeuge und viele weitere Artikel können Sie auf baby-walz.de finden.

Sozialverhalten / Lächeln

bis 3 Monate: Lächelt Verwandte und Fremde an. Hält Blickkontakt, wenn nötig, auch mit Kopfdrehen.
bis 6 Monate: Liebt Spiele mit schnellem Lagewechsel. Nimmt gern Kontakt auf durch Töne, Berührungen und Blicke.
bis 9 Monate: Kann, muss jedoch nicht fremdeln (d.h., dass sie fremden Personen mit Angst, Abneigung oder Misstrauen begegnen). Unterscheidet Fremde von Bekannten.
bis 12 Monate: Kann Kontakt zu anderen aufnehmen und selbst beenden.

Erkrankungen bei Babys

Indem das Baby weint, quengelt oder unruhig ist, möchte es uns oftmals mitteilen, dass es ihm nicht gut geht. Hier ein Ratgeber für das erste Jahr beim Auftreten folgender Krankheiten, die in den ersten Lebensmonaten besonders häufig sind:

Blähungen

Insbesondere in den ersten drei bis fünf Monaten wird Ihr Baby öfter darunter leiden. Vermutlich liegt dies daran, dass sich die Darmflora noch im Aufbau befindet. Das Kind heult, zieht die Beine an und sein Bauch fühlt sich gespannt oder hart an. Sie sollten Ihr Kind während und nach einer Stillmahlzeit aufstoßen lassen. Achten Sie zudem zwischen den Stillmahlzeiten auf ausreichend Abstand. Sehr hilfreich ist zudem Fencheltee.

Durchfall

Diarrhoe tritt bei Babys und Kleinkindern sehr häufig auf und kann unterschiedliche Ursachen haben. Zumeist handelt es sich um eine akute Infektion, die bereits nach wenigen Tagen abheilt. Aufgrund der geringen Flüssigkeitsreserven können Kinder schneller austrocknen als Erwachsene, was gefährlich werden kann. Der Ausgleich des Flüssigkeitsverlustes ist die beste Therapie. Hierfür sind pulverförmige Fertiggetränke (ORS) erhältlich, welche Zucker, Wasser und alle wichtigen Mineralstoffe enthalten. Auch Reisbestandteile, Karotten und fertige Säfte können unterstützend wirken.

Fieberkrämpfe

Diese stehen für die häufigsten Krampfereignisse in der Kindheit. Ursächlich ist zumeist ein Infekt der oberen Luftwege, wobei auch eine Mittelohrentzündung nicht auszuschließen wäre. Als Auslöser unter den Infektionskrankheiten kommen Röteln und Masern vor. Den Fieberkrampf bemerken Sie an der rasch ansteigenden Temperatur, am ehesten wenn die Körpertemperatur die 39 Grad C überschreitet. Die Kinder können blass werden und die Atmung wirkt oft gepresst. Zur Behandlung können Sie auf fiebersenkende Zäpfchen setzen. Empfehlenswert sind auch kalte Wadenwickeln.

Dreitagefieber

Diese ansteckende akute Viruserkrankung betrifft am häufigsten Kinder ab einem Alter von 6 Monaten. Kennzeichnend sind ein drei bis vier Tage anhaltendes Fieber sowie ein anschließender Hautauschlag, welcher nach wenigen Tagen wieder verschwindet. Erstes Anzeichen dieser Erkrankung ist ein Fieber von bis zu 41 Grad C. Hinzu kommen geschwollene Lymphknoten am Hals sowie ein entzündeter Rachen. Die Behandlung nehmen Sie anhand Fieberzäpfchen und Wadenwickeln vor. Achten Sie ferner darauf, dass ihr Kind ausreichend trinkt.

Nabelinfektion

Diese wird durch Bakterien verursacht, die sich an den Nabel des Neugeborenen festsetzen. In der Folge treten Rötungen und Schwellungen auf und der Nabel wirkt schmierig-eitrig. Um eine Blutvergiftung im weiteren Verlauf auszuschließen, ist die Infektion mit einem Antibiotikum zu behandeln.

Pflege

Sie können Ihr Kind baden, sobald sich seine Körpertemperatur stabilisiert hat. Bis zur Geburt sollten dazu mindestens 6 Stunden vergangen sein. In den ersten Wochen können Sich ohne weiteres einen Waschlappen verwenden, um Gesicht und Windelregion zu reinigen. Allenfalls ist eine gründliche Reinigung sehr wichtig um Infektionen zu vermeiden. Beachten Sie, dass Seifen und zu viel Leitungswasser der Haut des Kindes schaden können. Fachleute empfehlen, von einem einfachen Wasserbad auch hin und wieder ein Bad mit ph-neutralen oder milden Zusatz zu wechseln. Bei einem roten Babypopo helfen häufiges Windelwechseln und viel Luft. Auch das Zähneputzen ist bereits im ersten Jahr angesagt. Schließlich Zahnen die meisten Babys schon ab dem 6. Lebensmonat. Setzen Sie hierzu das Kind hierzu auf Ihren Schoß und legen Sie seinen Kopf in Ihre Armbeuge. Putzen Sie die kleinen Zähnchen zweimal am Tag und verwenden die dabei nur wenig Zahnpasta, dass zudem nur wenig Fluorid enthalten sollte. Viele nützliche Artikel können Sie auf baby-walz.de erwerben.


Quelle der Fotos auf dieser Seite: www.crestock.de