3-Monats-Koliken

Was sind 3-Monats-Koliken?

In den ersten drei Lebensmonaten leiden viele Babys unter Blähungen. Bei 10 - 30% der Babys entwicklen sich daraus krampfartige Bauchschmerzen, die mit anhaltenden Schreianfällen verbunden sind. Auch wenn diese Säuglingskoliken in der Regel nicht länger als 3 Monate anhalten, belasten und erschöpfen sie das Baby und Eltern gleichermaßen. Oft stehen Eltern der Situation hilflos gegenüber, wenn ihr Baby ausdauernd und stark schreit.

 

Woran erkennen Sie 3-Monat-Koliken? Typisch für die 3-Monat-Kolik ist es, wenn der Säugling regelmäßig nach dem Trinken stark anfängt zu weinen. Der Bauch bläht sich auf und die Beine werden meist plötzlich und krampfartig angezogen und gestreckt. Manchmal können die Schreiphasen einige Stunden andauern, in denen sich das Baby nur schwer oder garnicht beruhigen lässt. Obwohl die Blähungen dem Baby starke Schmerzen bereiten, sind die Säuglinge gesund und gedeihen gut. Sollten jedoch andere Anzeichen wie Erbrechen, Durchfall, Verstopfung oder Fieber hinzu kommen, ist ein Arztbesuch nötig, um andere Erkrankungen auszuschließen.

 

Was ist die Ursache von 3-Monat-Koliken?

Diese schmerzhaften Blähungen können entstehen, wenn das Baby während des Trinkens zu viel Luft aufnimmt. Diese Luft vermischt sich mit der geschluckten Milch zu einem Milchschaum, der im Darf aufbläht und so Schmerzen bereiten kann. Da bei jungen Säuglingen das Verdauungssystem noch nicht komplett ausgereift ist, neigt die Milch dazu einen trägen Schaum zu bilden, der über mehrere Stunden hinweg schmerzhafte Blähungen auslöst, indem der mit Gas aufgeblähte Schaum auf die Darmwand drückt.

 

Welche Babys sind mehr betroffen?

Stillbabys und Babys, die mit Flaschennahrung ernährt werden sind hiervon gleichermaßen betroffen, da der entscheidende Faktor ist, wieviel Mengen Luft beim Trinken verschluckt werden. Dies kann leicht durch zu große Sauglöcher an der Flasche oder schnell und gierige Trinkgewohnheiten verursacht werden.

 

Wie können Sie Ihrem Baby helfen?

Wenn Ihr Säugling an 3-Monats-Koliken leidet, ist es wichtig, ihm viel Wärme und Geborgenheit zu vermitteln, um die Schmerzen etwas erträglicher zu machen. Folgenden Tipps und Tricks können zur Vorbeugung und Linderung von 3-Monats-Koliken beitragen.

 

3-Monats-Koliken vorbeugen:

 

• Entspannte Athmosphäre

Stillen oder geben Sie Ihrem Baby die Flasche an einem ruhigen Ort und nehmen Sie sich entsprechend viel Zeit dafür. Kann Ihr Baby in Ruhe und entspannter Athmosphäre trinken, eventuell mit leiser Musik im Hintergrund, wird es weniger Luft schlucken, als wenn es zu hastig trinkt.

 

• Bläharme Kost für die Mutter

Stillende Mütter sollten vorerst auf Blähung verursachende Lebensmittel wie Kohl, Zwiebeln, Lauch, frisches Steinobst usw. verzichten oder den Genuss einschränken, da das Baby diese Reizstoffe über die Muttermilch aufnehmen kann.

 

• Flaschnahrung

Lassen Sie die frisch zubereitete Flasche eine kurze Weile stehen, damit die beim Schütteln entstandenen Luftbläschen aus der Milch entweichen können, bevor das Baby sie trinkt.

 

• Kräutertee

Kräutertees mit Kümmel, Anis oder Fenchel wird eine beruhigende Wirkung auf Magen und Darm zugesprochen. Bei Beschwerden können Sie Ihrem Baby zwischendurch und nach der Milchmahlzeit ungesüßten Tee anbieten.

 

• Richtige Trinklage

Da Luft bekanntlich nach oben steigt, hilft es vielen Säuglingen in leicht aufrechter Haltung gestillt bzw. mit der Flasche gefüttert zu werden, anstatt in waagerechter Liegeposition. So gelangt die beim Trinken verschluckte Luft nicht gleich nach unten und kann leichter wieder aufgestoßen werden.

 

• Aufstoßen

Lassen Sie Ihr Baby nach dem Trinken aufstoßen, indem Sie es aufrecht halten. Dadurch wird ein Teil der verschluckten Luft gleich wieder nach außen befördert. Trinkt das Baby sehr hastig, können Sie es sogar zwischen der Mahlzeit aufstoßen lassen.

 

3-Monats-Koliken lindern:

 

• Herumtragen & Wiegen

Tragen und wiegen Sie Ihr Baby während der Schreiphasen. Ihre Wärme und Nähe hilft dem Säugling, die Blähungen besser zu verkraften. Einigen Babys hilft der sogennante Fliegergriff (das Baby liegt dabei mit dem Bauch auf Ihrem Unterarm). Andere Säuglinge mögen es, im Arm hin- und hergeschaukelt zu werden.

 

• Wärme

Bei Blähungen und Bauchweh kann Wärme entspannen und schmerzlösend wirken. Sie können das Babybäuchlein vorsichtig mit einem Tuch umwickelten Dinkelkornkissen, Kirschkernkissen oder einer handwarmen Wärmflasche wärmen.

 

• Bauchmassage

Eine zusätzliche Bauchmassage kann Erleichterung verschaffen. Streichen Sie den Unterleib des Säuglings sanft kreisförmig im Uhrzeigersinn um den Nabel herum aus. Dazu können Sie etwas Babyöl oder Kümmelöl aus der Apotheke verwenden. Anschließend können Sie die Beinchen mehrmals Richtung Bauch anwinkeln und wieder ausstrecken.

 

 

• Medikamente

Sprechen Sie mir Ihrem Arzt oder Apotheker, ob eventuell Medikamente zur Soforthilfe geeignet sind.

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Ein Gymnastikball hilft nicht nur bei Rückenschmerzen während der Schwangerschaft, sondern auch beim Wiegen und Schaukeln des Säuglings bei anhaltenden Schreiphasen. Das sanfte Wippen auf dem Ball wirkt beruhigend auf das Baby im Arm.


 

 

 

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