Sicherer Babyschlaf - wie Babys richtig schlafen

Schlafenszeit ist Entwicklungszeit: Fakten zum Babyschlaf

Ausgeschlafene Babys haben in der Regel ein ruhigeres Gemüt, sind konzentrierter und lernfähiger. Der Schlaf ist sehr wichtig für das Lernvermögen der Kinder, denn im Schlaf werden die sozialen Erfahrungen und neuen Eindrücke und Erlebnisse des Tages verarbeitet, geordnet und gespeichert. Außerdem dient der Schlaf als Reizsperre. Im ersten Lebensjahr ist das Baby so vielen Reizen und neuen Wahrnehmungen ausgesetzt, wie nie wieder in seinem späteren Leben. Damit das Gehirn nicht überfordert wird, ist ein erholsamer Schlaf für das Baby von großer Bedeutung.

 

Baby´s Schlaf hat 3 charakteristische Schlafphasen, die sich während einer Nacht mehrmals abwechseln. Er besteht aus der aktiven Schlafphase (REM), der Übergangsphase und der ruhigen Schlafphase (Tiefschlafphase). Die aktive Schlafphase erkennt man daran, dass die Augen hin und her zucken. Deshalb wird diese Phase auch REM (eng. = rapid eye movement) genannt, die der Traumphase der Erwachsenen entspricht. Auch können Sie während dieser Phase das traumhafte Lächeln Ihres Babys beobachten. In dieser Schlafphase ordnet und speichert das Gehirn die erlebten und neuen Eindrücke des Tages ab. Während der ruhigeren und tieferen Schlafphase werden die Erfahrungen für das spätere Leben in das Langzeitgedächtnis eingespeichert. In dieser Phase wachen Babys nicht so leicht auf, wie in der REM-Phase, in der leichte Reize von außen genügen, damit das Baby wach wird.
 

Wie schlafen Babys sicherer?

Achten Sie auf folgende Dinge und helfen damit, den Schlaf Ihres Baby sicherer und erholsamer zu gestalten. Diese Punkte gelten auch als Maßnahmen gegen SIDS (plötzlicher Säuglingstod). Vom plötzlichen Kindstod spricht man, wenn ein zuvor gesundes Baby unerwartet stirbt, ohne dass es Erklärung dafür gibt. Weitere hilfreiche Tipps zum Babyschlaf und Sandmännchen´s Zaubertricks für eine gute Nacht erhalten Sie beim Ratgeber von Babywalz.

 

So schlafen Babys richtig:

  • Legen Sie Ihr Baby zum Schlafen auf den Rücken! Die Rückenlage ist laut aktuellen Erkenntnissen die sicherste Schlafposition.
  • Die optimale Schlaftemperatur beträgt 16 - 18 °C.
  • Benutzen Sie einen Babyschlafsack anstelle einer Bettdecke. Zum Einen schützt ein der Jahreszeit entsprechender Schlafsack vor Überwärmung, zum Anderen benötigen Sie so keine Bettdecke, unter die das Baby rutschen könnte.
  • Benutzen Sie keine Kopfkissen, Kuscheltiere, Halsketten und Ohrringeoder andere Dinge, von denen die Atemwege blockiert werden könnten.
  • Hängen Sie keine Bänder oder Schnüre in Reichweite und benutzen keine Schnullerketten. Das Baby könnte sich nachts darin verwickeln.
  • Benutzen Sie keine Felle. Es könnte zu Wärmestau kommen.
  • Achten Sie auf eine atmungsaktive Matraze.
  • Setzen Sie Ihrem Baby zum Schlafen keine Mütze auf. Über den Kopf wird zum großen Teil die Körpertemperatur geregelt. Unter einer Mütze könnte es zu warm werden, was große Gefahren birgt.
  • Legen Sie Ihr Baby im eigenen Kinderbett schlafen, jedoch bis zu ihrem 1. vollendeten Lebensjahr in Ihrem Schlafzimmer.
  • Rauchen Sie nicht! Rauchen während der Schwangerschaft, Stillzeit sowie im allgemeinen Umfeld und in der Wohnung erhöht das Risiko des Plötzlichen Kindstod und Erkrankungen der Atemwege!
  • Wenn möglich stillen Sie Ihr Baby! Muttermilch ist das Gesündeste, was Sie Ihrem Baby in den ersten 6 Monaten bieten können.

Was ist eine Aktivitätskontrollmatte? "Ob das Baby wach ist oder fest schläft, zwei hochsensible Sensormatten unter der Matratze erfassen auf der gesamten Liegefläche jede noch so geringe Bewegung - sogar Babys Atem-Bewegungen. Wird länger als 20 Sekunden kein Atemzug registriert, wird Alarm ausgelöst." Weitere Informationen zum Babyfon und Alternativen für die sichere Überwachung des Babyschlaf lesen Sie hier >>>

 

Hilfreiche Einschlafrituale

Babys schlafen am besten ein, wenn man ihnen gewisse Rituale gibt, die sich jeden Abend beim Zu-Bett-Gehen wiederholen. Routine und feste Strukturen helfen dem Baby Ruhe zu finden und sich auf den Schlaf einzustellen. Welche Rituale das sind, können Sie selber bestimmen. Zum Beispiel kann dies ein bestimmtes Gute-Nacht-Lied oder ein Kinderreim sein. Sie können Ihrem Baby, auch wenn es noch nicht den Sinn der Wörter versteht, etwas vorlesen. Außerdem ist es hilfreich, es jeden Tag ungefähr um die selbe Zeit zu Bett zu bringen. Einschlafrituale geben Ihrem Baby das Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit. Mehr über Einschlafrituale und Tipps, wo Sie Schlaflieder kostenlos herunterladen können, finden sie hier >>>


Buchtipps

"Diese Bücher haben uns beim Einschlafen und zur Ablenkung bei dicken Tränen geholfen."

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